Baiern Munichen

15,90 

Alfred Harich
Eine Antwort auf die Frage,
woher und wer die Bayern sind

Softcover 254 Seiten
Format 14,8 x 21 cm
ISBN 978-3-00-057239-5

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Schon immer hat die meisten Menschen ihre Abstammung interessiert. Heiratsurkunden, Gentests, Familienbücher, Namenskunde, Stammbäume, Ahnenforschung oder ganz einfach das allgemeine Interesse an „Vaterländischer Geschichte“ wie man es früher einmal nannte. Aber es gibt immer ein davor und nicht immer wurden Schriftstücke angefertigt. Zudem sind viele Überlieferungen aus frühen Zeiten ein für alle mal verloren gegangen. Wendet man die modernsten Methoden der Informationstechnologie an, kann man wieder Licht ins Dunkel bringen und Bruchstücke an Überlieferungen fügen sich wieder zu einem Bild zusammen. Auf einmal versteht man was damals passiert ist, fast so wie auf einer Zeitreise.

Woher kommen die Baiern und wer sind sie? Wo liegt ihr Herkunftsland, das manchmal „Baias“ genannt wird und auf keiner Karte zu finden ist? Neben ganz vernünftigen Vorschlägen wurden auch Armenien und ein  armreifbiegendes Volk aus Asien vorgeschlagen. Im Gegensatz dazu, nachdem man Volk und Land solange gesucht und nicht gefunden hat, wurde  lustigerweise den Spruch „die Baiern kommen aus Baiern“ erschaffen. Das Volk wäre also erst hier in einem Schmelztiegel aus verschiedenen Stammesangehörigen entstanden. Dennoch, die Römer sind abgezogen und es hat eine Landnahme stattgefunden. Wer als Folge davon das Volk der Bajuwaren und ihr Heimatland sucht, hat aber schon verloren und das passiert so seit 400 Jahren. Dieser Ansatz führt aufgrund der widersprüchlichen Faktenlage zwangsläufig zu keinem eindeutigen Ergebnis.

München sei 1158 gegründet worden und man feiert erst seit wenigen Jahren jährlich das Stadtgründungsfest zum 14.6., dabei handelt es sich doch nur um die erste urkundliche Erwähnung. Unterhalb eines bebauten Stadtzentrums lassen sich schwerlich archäologische Untersuchungen anstellen. So ist es nicht verwunderlich, daß zur Frühgeschichte der Stadt nur wenig bekannt ist. Der Scherbenfund vom Marienhof stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, doch eine Scherbe macht noch keine Stadt. Wurde mit dem Brückenbau also zugleich eine ganze Stadt neu gegründet einschließlich Markt, Münze und Zubringerstraßen? Oder gab es schon vor dem Neubau einen älteren, kleineren Steig über die Isar, der für die Lastkarren des Salzhandels nicht besonders gut geeignet war? Als das älteste Mauerwerk gilt der „Alte Peter“, dessen ältester Teil, der „Alte Raum“, aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt. Wenn dort zu dieser Zeit eine Kirche aus Stein gebaut wurde, obwohl Holzbauten noch üblich waren, war das an einer Stelle an der außer einigen Mönchen niemand siedelte? Oder gab es schon eine Siedlung und die Brücke wurde nur deshalb dort gebaut, weil der Standort eine natürliche, günstige Überquerungsmöglichkeit bot?

Es wird Zeit, diese Rätsel mit den modernen Methoden des Informationszeitalters zu beleuchten!

Einleitung

Seit einigen Jahren, also im Vergleich zum Laufe der Geschichte, einer kurzen Zeit, stehen neue leistungsfähige Werkzeuge praktisch kostenlos zur Verfügung und sind von zu Hause aus nutzbar. Über das Internet können beispielsweise Satellitenkarten (maps), Archive und Enzyklopädien (wikis) aufgerufen werden. Seit einiger Zeit werden aufgrund von Satellitenaufnahmen archäologische Entdeckungen gemacht. Der Einsatz von aktuellen Karten abwechselnd mit historischen Karten, Satellitenbildern und der Überblendung von Reliefkarten ist außerordentlich leistungsfähig.
Man muß Strukturen und Geometrien und deren farblichen Kontrast im Boden auf Satellitenbildern beobachten. Strukturen, abweichend von den anderen zeitgenössischen Strukturen, sind mutmaßlich älter. Zu untersuchende Strukturen müssen gruppiert werden und zwar nach räumlichem und zeitlichem Erscheinen. Man muß auch hinein- und herauszoomen, um verschiedene Perspektiven zu erhalten. Dazu legt man sich am besten eine separate Datensammlung an, die man gut durchstrukturiert.
Was man mit Bildern macht, muß man auch mit den gelesenen Texten machen. Man muß viel lesen, denn ohne Hintergrundinformationen, erkennt man keine Strukturen. Lesestoff gibt es heute mehr denn je, denn auch alte Publikationen und sogar älteste Urkunden kann man im Internet aufrufen und studieren.
Die gefundenen, strukturierten, bewerteten Daten stehen dann für die Ableitung der richtigen Zusammenhänge zur Verfügung. Eine einfache Denkweise ist dabei am allerwichtigsten, weil die Leute damals nur wenig Bildung hatten und naheliegende Lösungen suchten. Letzteres muß man selbst auch tun.

Über den Autor
Alfred Harich wurde 1967 in München geboren. Schon früh hat er viel und über vielseitige Themen gelesen. Hier hat er auch begonnen, Wissen über verschiedene Bereiche hinweg zu transferieren, was sich als sehr wichtig erweisen sollte. Zudem waren schon zu diesem Zeitpunkt viele Bücher über Historie dabei. Seine Ausbildung schloß er als Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik ab. Gerade diese Naturwissenschaft fördert das ganzheitliche Denken in dynamischen Systemen und komplexen Zusammenhängen. Beruflich landete er dann schon bald in der Informationstechnologie (IT) als Entwickler in den Bereichen Programmierung, Datenanalyse und Modellierung. Nun beschäftigt er sich mit der Anwendung modernster Methoden der IT im Bereich der Frühgeschichte.

Zusätzliche Information
Gewicht 0.42 kg
Größe 14.8 x 21.0 x 1 cm
Seitenzahl

254

ISBN

978-3-00-057239-5

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